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vier Symptome sind typisch für Achromatopsie: 

bulletvollständige oder fast vollständige Farbenblindheit
bulletNystagmus (Augenzittern)
bulletÜberempfindlichkeit gegenüber Licht (Photophobie)
bulleteine geringe Sehschärfe

Farbenblindheit

Da bei Achromaten eine Funktionsstörung der Zapfen (wahrscheinlich eine Störung bei der Bildung der Sehpigmente) vorliegt, ist ein Farbsehen nicht möglich.  Die Tatsache, daß einige Achromaten Farben identifizieren können ist möglicherweise auf Restaktivität der Zapfen im Blau-Violetten Bereich zurückzuführen. Teilweise wird auch eine geringe Dichte funktionierender Zapfen diskutiert, so daß großflächige Farbbereiche identifiziert werden können. Oft ist es aber nur auf die Anpassungsfähigkeit und ein hohes theoretisches Wissen der Achromaten über Farben zurückzuführen, daß Farbzuordnungen möglich sind.

Die Farben des Lichtspektrums einfach in Grautöne zu konvertieren um eine Vorstellung von der Farbwahrnehmung eines Achromaten zu haben ist  jedoch nicht möglich, da die Stäbchen eine höhere Empfindlichkeit im  blau-grünen Bereich haben. Rot wird von Achromaten deshalb als sehr dunkel empfunden. Ausspruch eines Betroffenen: «Rote Ampel? Ich dachte, die wär´ aus!»

(Farbskala erstellt mit dem Achrofilter 
© INCORS und www.farbenblinde.ch)
Hinweis: Die Farbskala hängt sehr von 
der Art und Einstellung des Monitors ab!)

geringe Sehschärfe

Achromaten haben in der Regel eine niedrige Sehschärfe (Visus) von ungefähr 10%. Das heißt, Gegenstände, die ein Normalsichtiger aus 10 m Entfernung noch scharf sehen kann, kann ein Achromat also erst aus ca. 1 m Entfernung scharf sehen. Die Ursache liegt darin begründet, daß der gelbe Fleck (zentralen Fokuspunkt der Netzhaut, normalerweise Punkt des schärfsten Sehens) bei Achromaten weder Zapfen noch Stäbchen enthält. Außerhalb des gelben Flecks ist zwar eine große Anzahl von Stäbchen vorhanden, diese sind aber in Gruppen zusammengeschaltet, um die Empfindlichkeit für Lichtreize (insbesondere im Dunkeln) zu erhöhen. Entsprechend ist die Zahl der "Bildpunkte" nur noch etwa ein Zehntel dessen einer normalsichtigen Person. Daraus ergibt sich die Sehschärfe von 10%. 

Die  geringe Sehschärfe kann  durch eine Brille nicht ausgeglichen werden. Eine oder meist mehrere spezielle Brillen (Kantenfilter) oder (getönte) Kontaktlinsen sind aber in jedem Fall notwendig, um die starke Blendungsempfindlichkeit auszugleichen. Eine zusätzlich bestehende Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmungen sollten immer bei der Verordnung der Brillengläsern berücksichtigt werden, um die Sehfähigkeit nicht noch zusätzlich zu schwächen.

Nystagmus (Augenzittern)

Im gelben Fleck, normalerweise der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut befinden sich beim Achromaten weder Zapfen noch Stäbchen. Eine Fokussierung ist daher nicht möglich. Vermutlich aus diesem Grunde versucht das Gehirn, abwechselnd mit dem linken und rechten Auge ein Objekt zu fokussieren und damit den nicht-sehenden Bereich mitten in der Netzhaut zu kompensieren. Der Nystagmus ist ein unkontrollierbarer Reflex und tritt erst im Alter von ca. 3 Monaten bei Säuglingen auf, wenn Sie versuchen, Gegenstände oder Personen zu fixieren. Der zunächst grobschlägige Nystagmus nimmt mit zunehmendem Lebensalter wieder ab und wird feiner und diskreter. Der Nystagmus äußert sich in einem Zittern beider Augen nach links und rechts (fast nie nach oben und unten) und kann bei bestimmten Kopfhaltungen bzw. Augenstellungen abnehmen. 

Photophobie (starke Lichtempfindlichkeit)

Da Achromaten nur über Stäbchen verfügen, die für das Sehen in der Dämmerung ausgelegt sind, leiden sie unter einer extremen Blendempfindlichkeit. Bei hellem Tageslicht kann die schwache Sehkraft fast auf null sinken, der Achromat  sieht dann nur noch nebliges weiß oder grau (Tagblindheit). Diese Blendungsempfindlichkeit ist meist nicht schmerzhaft, sondern nur unangenehm. Bei gedämpftem Licht, mit Sonnenbrillen oder getönten Kontaktlinsen wird die Sehkraft besser. Zum Teil kann helles Kunstlicht schon Blendungsprobleme verursachen. Öffentliche Gebäude, Schulen Arbeits-, oder Büroräume sind oft aus Sicht eines Achromaten zu hell beleuchtet. Die kurzzeitige Blendung z.B. beim Verlassen eines Gebäudes kann bei oftmaliger Wiederholung (z.B. beim Einkaufen) sehr ermüdend sein oder in unerwarteten Situationen sogar Panikreaktionen verursachen.

 

 
  

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